Drigung-pa Rinchen Päl
Jigten Sumgön
1143-1217

Jigten Sumgön wurde 1143 in Kham (Ost-Tibet) geboren. Sein Vater war ein Yogi aus dem Kyura-Klan und seine Mutter eine Yogini aus dem Ba-Klan. Schon sehr früh wurde er zum Vollwaisen und vom Bruder seines Vaters, Khempo Darma, erzogen. Er erhielt Belehrungen von vielen Lehrern, aber als er den Namen "Phagmodru-pa" hörte, erfasste ihn ein tiefes Vertrauen und er brach nach Zentral-Tibet zu ihm auf. Als er in Densa Thil ankam, stellte Phagmodru-pa erleichtert fest: " Mein Mönch ist gekommen, nun sind meine Schüler vollständig!" Phagmodru-pa gab ihm den Dharma-Namen: Rinchen Päl und übertrug ihm die gesamten Belehrungen, die er zu diesem Anlass neu kodifizierte.

Nach Phagmodru-pa's Tod machte Rinchen Päl das Dreijahresretreat in der E-chung-Höhle und zog sich dann noch für vier weitere Jahre zurück.

1178 kehrte er nach Densa Thil zurück, nahm die Novizengelübde und wurde später Mönch. Als die Yogis der Klostergemeinschaft davon hörten, baten sie ihn den Thron zu übernehmen. Jedoch konnte er sie nicht überzeugen eine striktere Lebensführung zu praktizieren und schließlich gab er auf und verließ mit vier Getreuen Densa Thil. So kamen sie 1179 in das Gebiet von Drigung und er gründete das Kloster Jangchub Ling von Drigung Thil; umweit von dem Ort an dem seine Urgroßmutter Achi Chökyi Dölma zur Welt gekommen war.

1181 machte Rinchen Päl eine Pilgerreise zum Berg Kailasch, wo das enge Band zum Königshaus von West-Tibet geknüpft wurde, das noch Jahrhunderte bestehen sollte.

1191 machte er im Drigung-Gebiet in einer Höhle von Tsa Ug Retreat und wollte eigentlich gar nicht mehr nach Jangchub Ling zurückkehren. Er folgte aber dann doch den inständigen Bitten der Mönche, die er aber im Gegenzug dazu verpflichtete, nach abgeschlossenen Belehrungen in Klausur zu gehen.

1192 machte Rinchen Päl eine Pilgerreise nach Tsari, dem Ort des Geistaspektes des Khorlo Demchog. Und er sandte fortan Praktikanten zum Retreat an diesen Platz.

1207 setzte er Chenga Dragpa Jungnä, als seinen Vertreter auf den Thron von Densa Thil, der solange verwaist gewesen war, und Sherab Jugnä, später auch Drigung Ling-pa genannt, wurde sein Chenga (Kämmerer). Während dieser ihm die müden Beine massierte, stellte er an den Meister Fragen und da er über ein exzeptionelles Gedächtnis verfügte, schrieb er in der Nacht dann die Antworten wortgetreu nieder. So entstand das "Gong Chig" (Aufzeichnungen zu dem einen Gedanken).

Garchen Rinpoche gab 1208 seinem Lehrer Rinchen Päl in tiefer Verehrung einen Schatz, den er vom Nagakönig bekommen hatte: einen Zahn des Buddha. Rinchen Päl ließ nun für die Reliquie ein "Goldenes Haus" anfertigen, das dann wiederum im Herzen einer Buddha-Statue eingeschlossen wurde. Dies ist der "Ser-Khang Chöje", eine Statue in Jangchub Ling, die manchmal auch spricht.

1217 starb Rinchen Päl, und Sherab Jungnä stand den Trauerfeierlichkeiten vor, sammelte die Asche und die Reliquien und brachte sie teilweise nach Tsari und zum Berg Kailasch, wo er jeweils einen Stupa errichtete.

Zum Goldenen Stern

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